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MOVE! 2026 – Festival für Tanz & Stadtpraxis



Fabrik Heeder und andere Orte

Festival für Tanz & Stadtpraxis

   26. September bis 31. Oktober 2026

2026 findet MOVE! als besondere Edition statt: Aus den Krefelder Tagen für modernen Tanz wird ein Festival für Tanz & Stadtpraxis. Anlass ist die Sanierung der Fabrik Heeder, die über viele Jahre das Zentrum des Festivals bildete. Nachdem MOVE! 2025 erstmals in seiner Geschichte kurzfristig abgesagt werden musste, nimmt die diesjährige Ausgabe die aktuelle Schließung der Studiobühne I – Inge Brand-Saal zum Anlass, neue Wege zu gehen und das Festival stärker in die Stadt zu öffnen.

MOVE! und MOVE!_extended führen das Publikum durch unterschiedliche Räume Krefelds: in Theater- und Probenräume, eine Kirche, ein ehemaliges Klärwerk und ein ehemaliges Stadtbad, in Wohnungen, auf Stadtspaziergänge und an Orte des alltäglichen Lebens. Die Stadt wird dabei nicht zur Kulisse, sondern selbst zum Gegenüber – mit ihren Geschichten, Architekturen, Infrastrukturen und Übergangsräumen.

Viele der eingeladenen Arbeiten richten den Blick auf das, was leicht übersehen wird: auf alltägliche Gesten, Arbeit und Fürsorge, Spiel, Erinnerung und Gemeinschaft, auf Wiederholung, Transformation und das Vergehen von Zeit. Performances, Workshops, Stadtbegehungen, Tanzfilme und Gesprächsformate eröffnen dabei unterschiedliche Formen des Zuschauens und Teilnehmens. Tanz begegnet uns nicht als etwas Abgeschlossenes, sondern als eine Praxis des Sehens, Hörens, Fragens und Begegnens.

MOVE! 2026 lädt dazu ein, den Tanz und die Stadt aus ungewohnten Perspektiven zu entdecken – und den eigenen Blick in Bewegung zu bringen.

Unser herzlicher Dank gilt allen Krefelder Partner:innen und Spielstätten, die diese besondere Ausgabe mit Offenheit, Vertrauen und großem Engagement ermöglichen und MOVE! in diesem Jahr ein Zuhause geben.

 

1994 – 2026 · 32 Jahre MOVE!

Ein besonderer Dank des Kulturbüros der Stadt Krefeld gilt den Förder:innen des diesjährigen Festivals für die bedeutsame Unterstützung: der Kunststiftung NRW für die Förderung des Formates move_extended und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein Dank gilt zudem dem Nationalen Performance Netz – Gastspielförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder für die Förderung des Gastspiels am 31. Oktober 2026.
»MOVE!« erfährt außerdem eine Unterstützung durch die Mittelzentrenförderung TANZ und PERFORMANCE des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW für die Fabrik Heeder

Termine

26.09.

18.10.

31.10.

30.09.

23.10.

11.10.

24.10.

17.10.

27.10.

Spielplan

26.09.

Eröffnung des Festivals

Samstag • 20 Uhr • Südbahnhof,
Saumstraße 9, 47805 Krefeld
 

Zur Eröffnung des Festivals sprechen:
Dr. Katharine Leiska, Kulturbeauftragte
und Leiterin des Kulturbüros der Stadt Krefeld
Christine Peters, Leiterin Performing Arts,
Kunststiftung NRW

CocoonDance Company, Bonn

MOMENTUM #2

In »MOMENTUM #2« treffen drei Tänzer auf die treibenden Beats eines DJs. Zwischen Rhythmus und Geschwindigkeit, Lichteffekten und Sound entwickeln ihre Bewegungen einen Sog, dem sich auch das Publikum kaum entziehen kann.

Ausgehend von einer Recherche über Parkour erkundet die Choreografin Rafaële Giovanola mit CocoonDance, wie aus Impuls Bewegung entsteht und Körper, Raum und Publikum miteinander in Beziehung treten. Die zunehmende Intensität und Verausgabung wird dabei zum konstituierenden Moment der Inszenierung und überträgt sich als kinästhetisches Erlebnis auf die Körper der Besucher.

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30.09.

Mittwoch • 20 Uhr • Altes Stadtbad, Wandelgang,
Neusser Straße 58–60, 47798 Krefeld

Elsa Artmann / SANFTE ARBEIT, Köln

TOO STRONG FOR TOO LONG

»Too Strong for Too Long« ist ein solistischer Auszug aus dem Ensemblestück »Langes Wochenende«. Er beschäftigt sich anhand der Kunstfigur Freelance Lover in Form einer Umarmung, eines Lovesongs und eines Rants mit kollegialer Zärtlichkeit als Beziehungsutopie.

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Im Anschluss an die Aufführung am 30.09. ein Gesprächsformat:

Mit: Elsa Artmann, Sonia Mikula und Anne Furth
Moderation: Thomas Schaupp

ARBEIT, LIEBE UND FÜRSORGE
– Geschichten aus der Stadt

Im Anschluss an »Too Strong for Too Long« sind die Besucher:innen eingeladen, auf Karten kurze Antworten auf Fragen rund um Arbeit, Fürsorge und Verbundenheit zu notieren. Diese anonymen Stimmen bilden den Ausgangspunkt für das anschließende Gespräch.

Gemeinsam mit Elsa Artmann, Sonia Mikula und Anne Furth wird darüber gesprochen, wie sich unsere Beziehungen zur Arbeit verändern, welche Erwartungen mit Fürsorge und Gemeinschaft verbunden sind und wo die Grenzen zwischen Engagement, Zugehörigkeit und Überforderung verlaufen.

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11.10.

Sonntag · 12, 15 & 17 Uhr · Treffpunkt: Salon Goethe,
Goethestraße 62, 47799 Krefeld

Emanuele Soavi incompany, Köln

ANIMA – die Seele

In »Anima« widmet sich der Choreograf und Tänzer Emanuele
Soavi gemeinsam mit der spanischen Video- und Performancekünstlerin Meritxell Aumedes Molinero dem, was vielleicht schon immer da gewesen ist und vielleicht immer da sein wird: der Seele.

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17.10.

Samstag • 19 Uhr • Fabrik Heeder, Studiobühne II,
Virchowstraße 130, 47805 Krefeld

PHYSICAL INTRODUCTION

zu »Hard Play« mit Irena Vujicic, Duisburg

Das Format »Physical Introduction« lädt das Publikum vor der Vorstellung »Hard Play« ein, selbst aktiv zu werden: Einfache Körperübungen rütteln die Sinne wach und sensibilisieren für die nachfolgende Aufführung. Das Vermittlungsformat hat Professor Ingo Diehl mit Tanzstudierenden und Alumni des Masterstudiengangs Contemporary Dance Education entwickelt und bietet Interessierten jeden Alters, unabhängig von ihrer eigenen Tanzerfahrung, die Möglichkeit, eine bestimmte Bewegungsqualität aus der Produktion selbst zu erleben.

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Im Anschluss • 20 Uhr Fabrik Heeder, Studiobühne II,
Virchowstraße 130, 47805 Krefeld

Miriam Kongstad, Berlin / Kopenhagen

HARD PLAY

»Hard Play« ist eine choreografische Analyse von Kinderspielen und untersucht, wie wir bereits im frühen Alter dazu angeleitet werden, (Geschlechter-)Identitäten und soziale Normen zu performen. Die Arbeit ist als Duett konzipiert und verbindet die physischen Bewegungen der Performerin mit einer dynamischen Live-Klanglandschaft der Musikerin Heva Vaupel. Im Zentrum der Choreografie steht ein 1,5 Meter langer Zopf, der am Haar der Performerin befestigt ist und sich symbolisch in unterschiedliche Objekte verwandelt, die mit Kinderspielen assoziiert werden – etwa in das Haar einer Prinzessin, eine Hundeleine, ein Lasso, ein Springseil oder eine Peitsche.

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18.10.

Sonntag • 18 Uhr • Alte Kirche,
An der Alten Kirche 1, 47798 Krefeld

MOUVOIR / Stephanie Thiersch, Köln

COBALT GARDEN

Ein choreografisches Konzert

Inspiriert von der Vorstellung eines utopischen Ortes jenseits fester Ordnungen untersucht die Choreografin Stephanie Thiersch in Kooperation mit den Kölner Vokalsolisten das Zusammenleben: Ihr Paradies zeigt sich nicht als vollkommener Zustand, sondern als fragiles Geflecht von Nähe, Zuhören und Verwandlung. Es interessiert sich für Formen des Seins jenseits von Dominanz – für Räume, die sich über Sensibilität, Durchlässigkeit und die bewusste Annahme von Verletzlichkeit organisieren.

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23.10.

Freitag • 18.30 Uhr · Altes Stadtbad, Wandelgang,
Neusser Straße 58–60, 47798 Krefeld

Künstler:innenresidenz – Werkschau
Rose Beermann, Berlin / Bochum

GEFALLEN

Ein künstlerisches Forschungsprojekt

Während ihrer MOVE!_extended Künstler:innenresidenz im
Oktober in der Fabrik Heeder und im Wandelgang beschäftigt sich
Rose Beermann mit Fragen von Verletzlichkeit, Gewaltbildern
und der Präsenz verwundeter Körper in unserer kollektiven
Vorstellung.

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23.10.

Freitag, 23.10. · Eröffnung 20 Uhr
bis Sonntag, 25.10. · täglich 18–24 Uhr
35blumen e.V., Raum 2 · Dreikönigenstraße 161, 47798 Krefeld

TANZFILMFENSTER

Ein Tanzfilmprogramm von MOOVY – Tanzfilmfestival Köln

Tanz findet nicht nur auf Bühnen statt. Er erscheint in Landschaften, in Gebäuden, in urbanen Zwischenräumen, in Begegnungen mit Pflanzen, Materialien und Architekturen. Das Filmprogramm beim 35blumen e.V. versammelt internationale Kurzfilme, die Choreografie als eine besondere Form des Sehens und Erzählens erfahrbar machen.

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24.10.

Samstag • 11.30 & 16 Uhr • Treffpunkt: Innenhof der Fabrik Heeder,
Virchowstraße 130, 47805 Krefeld

TechnoDrift Krefeld

– UNSICHTBARE STADT

Eine ortsspezifische Ausgabe von TechnoDrift
mit Maria F. Scaroni, Berlin

TechnoDrift ist eine kollektive Praxis des Gehens, Hörens, Wahrnehmens und Sich-Treiben-Lassens im urbanen Raum. Ausgehend von Methoden, die die Choreografin Maria F. Scaroni über viele Jahre entwickelt hat, entsteht eine ortsspezifische Erkundung Krefelds zwischen Bewegung, Architektur, Infrastruktur und Alltag.

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27.10.

Dienstag · 10.30 Uhr • Fabrik Heeder, Studiobühne II,
Virchowstraße 130, 47805 Krefeld

Ceren Oran & Moving Borders, München

SPIEL IM SPIEL

Ein Tanzstück für alle ab 3 Jahren sowie für kleine und große Menschen gleichermaßen

Wenn wir spielen, ist alles möglich: Der Boden ist aus Lava, Objekte fliegen durch die Luft, alltägliche Gegenstände bekommen eine ganz neue Bedeutung. Der Hocker ist ein Floß, eine Brücke, ein Haus, ein Turm. Aus immer neuen Möglichkeiten entstehen Welten mit eigenen Regeln, die wieder verändert, erweitert und verworfen werden. Wie führt aber ein Spiel zum nächsten? Wer bestimmt darüber, wie es weitergeht? Wer macht die Regeln und wie trifft man die beste Entscheidung? Und was passiert, wenn eine:r nicht mitmachen will?

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31.10.

Samstag • 12 bis 15 Uhr • Tanzschule AREA, Urban Dance Company,
Ritterstraße 5, 47805 Krefeld

Ein Tanzworkshop für Alle ab 55 Jahren 

HIP-HOP-HISTORY & SOCIAL DANCES

mit Dzianis Albau alias Albov, Area UDC, Krefeld
ab 14 Uhr mit Andreas Simon, Krefeld

Die Geschichte des Hip-Hop ist immer auch eine körperliche Reise durch die Zeit. Unter Anleitung von Albov werden zentrale Einflüsse und Entwicklungen dieser Kultur tänzerisch erfahrbar. Gemeinsam werden Social Dances ausprobiert, Bewegungsformen kennengelernt und erste Grundlagen vermittelt.

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31.10.

Samstag • 17 bis 20 Uhr · Historisches Klärwerk, Pumpenhalle, Rundweg 20–22, 47829 Krefeld

Ewa Dziarnowska, Berlin

THIS RESTING, PATIENCE (Étude)

Die Performance ist eine Langzeitperformance und geht über einen Zeitraum von etwa drei Stunden. Sie sind eingeladen, den Raum zu verlassen und wieder zu betreten.

Mit »This resting, patience (Étude)« kehrt Ewa Dziarnowska zu Material aus ihrer gleichnamigen Arbeit zurück und setzt es neu zusammen: als räumliche Anordnung, als zeitliche Ausdehnung, als fortlaufende Studie.

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