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MOVE! 2026 – Festival für Tanz & Stadtpraxis



18.10.

Sonntag • 18 Uhr • Alte Kirche, An der Alten Kirche 1, 47798 Krefeld

 MOUVOIR /Stephanie Thiersch, Köln

COBALT GARDEN

Ein choreografisches Konzert

Konzept/Regie/Choreografie: Stephanie Thiersch · Auftragskomposition: Malika Kishino · Chor: Kölner Vokalsolisten · Tanz: Manon Parent, Magdalena Öttl, Polina Sonis · Theorbe: Sören Leupold · Choreografische Assistenz: Manon Parent · Kostüm: Lauren Steel · Bühne/Licht: Jasper Diekamp

Inspiriert von der Vorstellung eines utopischen Ortes jenseits fester Ordnungen untersucht die Choreografin Stephanie Thiersch in Kooperation mit den Kölner Vokalsolisten das Zusammenleben: Ihr Paradies zeigt sich nicht als vollkommener Zustand, sondern als fragiles Geflecht von Nähe, Zuhören und Verwandlung. Es interessiert sich für Formen des Seins jenseits von Dominanz – für Räume, die sich über Sensibilität, Durchlässigkeit und die bewusste Annahme von Verletzlichkeit organisieren. Doch auch dieser verlockende Garten bleibt brüchig. Unter der Oberfläche von Harmonie öffnen sich emotionale Dunkelräume zwischen Sehnsucht und Kontrollverlust. Licht erscheint darin lediglich als Metapher von Freiheit.

Gemeinsam mit den Tänzerinnen und der japanischen Komponistin lassen Stephanie Thiersch und das Vokalensemble eine Landschaft aus Atem, Klang und Beziehung entstehen. Werke von Claudio Monteverdi, Carlo Gesualdo und Thomas Tallis begegnen Madrigalen und Arien der Barockkomponistinnen Francesca Caccini und Barbara Strozzi, interpretiert von den Sopranen Natasha Goldberg und Marina Schuchert und Theorbe-Spieler Sören Leupold. Dazu erklingt Kishinos zeitgenössische Vokalkomposition »Iroha Chant«, inspiriert von buddhistischen Sutren, Atemrhythmen und der Materialität der Stimme.

Der Titel verweist auf ein Element von intensiver blauer Leuchtkraft, kostbar, toxisch und alchemistisch zugleich: »Cobalt Garden« ist ein Raum der Spannungen, indem sich Licht und Dunkel, Körper und Geist, Zersetzung und Entstehung begegnen.
Zwischen Choreografie, Konzert, Musiktheater und Installation entsteht ein offenes Experiment, in dem Körper Musik in den Raum tragen, sich Stimmen bewegen und Klang zu Raum wird.

www.mouvoir.de
In Koproduktion mit zamus: zentrum für alte musik
Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Kunststiftung NRW.
Der Kompositionsauftrag von zamus: zentrum für alte musik (KGAM e. V.) an Malika Kishino wurde von der Ernst von Siemens Musikstiftung ermöglicht.

Im Anschluss: ArtistTalk der Compagnie mit Sebastian Blasius, Krefeld/ Berlin
Sebastian Blasius ist Regisseur, Theaterwissenschaftler und Dozent. Er kuratiert das Kunstprogramm für die Kirche Pax Christi in Krefeld

Informationen zum Veranstaltungsort:
Die Kasse öffnet um 17.30 Uhr. Einlass in die Kirche ist um 18 Uhr

www.citykirche-krefeld.de

→ Tickets

Dauer: ca. 60 Minuten

Eintritt: 15 € / erm. 8,50 €

(Bitte beachten Sie: Es ist nur Barzahlung möglich.)

 

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